„Crysis 2“ ist das beste deutsche Spiel!

Bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises und der Lara-Awards in Berlin war erstmals ein Ego-Shooter der große Gewinner!
Die Begründung der Jury: „Crysis 2“ habe „technologisch, qualitativ und ökonomisch weltweit Publikum und Fachwelt überzeugt und begeistert”.
Doch schon um die Nominierung des Actionspiels gab es im Vorfeld der Preisverleihung mächtig Zoff.
„Sogenannte Killerspiele dürfen nicht honoriert werden“, wetterte der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, im Namen der Unionsfraktion – und erntete dafür heftige Kritik auch aus den eigenen Reihen.
Ein Eklat – nur Stunden vor der Gala in Berlin!
Die Jury beugte sich dem Druck nicht und vergab die wichtigste Auszeichnung des Abends an den technisch aufwändigen Alien-Shooter des Frankfurter Studios Crytek.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) betonte: „Wir haben eine unabhängige Jury – und das ist gut so.“ Dennoch will er die Vergabekriterien für den Computerspielpreis auf den Prüfstand stellen.
Der Stimmung unter den 500 Gästen bei der Gala im Umspannwerk Alexanderplatz tat der Krach keinen Abbruch. Für die Show sorgten die Berliner Rock-‘n’-Roll-Band The BossHoss, die gemeinsam mit der „Voice of Germany“-Gewinnerin Ivy Quainoo auftraten.
Weitere Gewinner beim Computerspielpreis: Das Adventure „Harveys neue Augen” vom Hamburger Entwickler Daedalic Entertainment (bestes Jugendspiel), das Kinderspiel „The Great Jitters: Pudding Panic” vom Berliner Anbieter „kunst-stoff“, das Browsergame „Drakensang Online“ von Bigpoint und der für iPhone und iPad entwickelte Titel „Das verrückte Labyrinth HD” von Ravensburger Digital.
Als beste internationale Produktionen erhielten das PC-Spiel „The Elder Scrolls V: Skyrim“ und das Konsolenspiel „Portal 2“ je einen Lara-Award.
Der Ehrenpreis „Lara of Honor“ ging an den Amerikaner Will Wright, Schöpfer von „SimCity”, „Die Sims” und „Spore”.
Der Deutsche Computerspielpreis wird von den Branchenverbänden BIU und G.A.M.E. gemeinsam mit Staatsminister Neumann vergeben. Die Preisträger kassieren insgesamt 385 000 Euro. Der Lara-Award ist undotiert und wird von G+J Entertainment Media vergeben.
Quelle
LoBoSc.de | Management
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